Editorial
Die „närrischen“ Tage sind vorbei, jetzt werden Kostüme...
Den ständig wachsenden Anforderungen an die oft schwierigen Einsätze der Feuerwehren im Landkreis stellten sich nun 23 aktive Feuerwehrfrauen und -männer aus der Stadt Bad Kreuznach sowie den Verbandsgemeinden Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein-Ebernburg, Bad Sobernheim, Langenlonsheim, Rüdesheim und Stromberg. An vier Samstagen ließen sich die Aktiven vom Rüdesheimer Kreisausbildungsteam zu Truppführern ausbilden.
Bevor fast alle Teilnehmer des 35 Ausbildungsstunden umfassenden Lehrgangs die erfreuliche Nachricht erhielten, dass sie den Lehrgang bestanden haben, floss allerdings einiger Schweiß. Das siebenköpfige Ausbilderteam um den Rüdesheimer Lehrgangsleiter Rouven Ginz hatte sich einiges einfallen lassen, um die Probanden auf ihre künftigen Einsätze als Führer eines selbständigen taktischen Trupps vorzubereiten.
Die Ausbilder Martin Barth, Achim Baumann, Dirk Zimmermann (alle Rüdesheim), Steffen Zorn (Frei-Laubersheim), Peter Beurschgens (Stromberg) und Michael Neumann (Rümmelsheim) vermittelten im theoretischen Unterricht die wichtigen Kenntnisse aus den Bereichen Rechtskunde, Einsatztaktik im Löschangriff und bei Unfällen sowie das richtige Verhalten der Einsatzkräfte bei Eintreten einer Gefahr vermittelt. Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf der praktischen Ausbildung. Den Anfang machte eine umfangreiche Einführung in das Thema Schlauchmanagement. Ziel ist es hierbei, dass die Wehrleute lernen, durch sinnvolles Verlegen der Schläuche außerhalb und innerhalb des Brandobjekts zum Gelingen des Löschangriffs beizutragen und so unnötigen Schlauchsalat zu verhindern. Schon ein mangelhaft verlegter Schlauch im Treppenhaus kann einen Trupp außer Gefecht setzen.
Im Anschluss wurde das Gelernte beim Löschen eines Kellerbrandes, bei der Bekämpfung eines Zimmerbrandes im 1. Obergeschoss mit Rettung einer vermissten Person über tragbare Leitern und beim Vorgehen zu einem Brand über ein Treppenhaus geübt.
Zudem erläuterten die Ausbilder, wie sich die Wehrleute bei Verkehrsunfällen zu verhalten haben. Weitere praktische Übungseinheiten hatten die Menschenrettung aus Höhen und Tiefen sowie das Bewegen von Lasten mittels Mehrzweckzug und Hebekissen zum Inhalt. Bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 12 Grad Celcius wurden die Praxiseinheiten in die Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses verlegt.
Mit der schriftlichen Lernerfolgskontrolle, bei der Nadja Weih aus Spabrücken als Lehrgangsbeste hervorging und einem praktischen Leistungsnachweis endete der Lehrgang. Der Lehrgang befähigt die Feuerwehrleute nun zum selbständigen Führen eines aus bis zu drei Einsatzkräften bestehenden Trupps und ist die Voraussetzung für den Besuch des Gruppenführerlehrgangs an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz.
Die Ausbilder lobten die hohe Motivation der Teilnehmer vier Samstage für den Besuch des Lehrgangs zu opfern und freuten sich, dass insbesondere in den praktischen Übungen ein großes Engagement gezeigt wurde. Für die Verpflegung der Teilnehmer sorgten Mitglieder der Rüdesheimer Wehr.
Ausbilderteam:
Rouven Ginz (Lehrgangsleiter)
Martin Barth
Achim Baumann
Dirk Zimmermann (alle Rüdesheim)
Steffen Zorn (Frei-Laubersheim)
Peter Beurschgens (Stromberg)
Michael Neumann (Rümmelsheim)
Teilnehmer:
Patrick Webler, Sissy Böhmer (Hergenfeld), Hendrik Schrandt (Frei-Laubersheim), Nadja Weih, Ian Knepper, Clemens Thilmann (alle Spabrücken), Mirko Schulte, Stefan Hehn (Seibersbach), Hannes Wirth, Kevin Sahm, Max Schmidt (Dorsheim), Tim Tharun (Feilbingert), Heiko Lipka (Martinstein), Andreas Münnich (Roxheim), Eileen Faust (Langenlonsheim), Andreas Engels (Niederhausen), Frederick Fisher (Lauschied), Alexander Wentzel (Biebelsheim), Manuel Müller, Tim Helmes (Bad Kreuznach-Nord), Gerd Schmidtke (Bad Kreuznach-Süd), Herbert Fuchs (Michelin), Jennifer Kron (Bad Münster-Ebernburg)
